Kunst. In Bewegung. Von Ahlem bis zum Aegi. In der Stadtbahnlinie 10 der üstra in Hannover. Vom 17. bis 28. 2. 2003 veranstalteten kik.kunst in kontakt e.V. und die üstra das Kunstprojekt "linie 10 : von a nach b":

Ein internationaler Kunstwettbewerb: Künstler setzen sich auseinander mit Mobilität und der Bewegung von a nach b, mit dem Öffentlichen-
Personen- Nah-Verkehr und dem, was dabei passiert... Mit dem Kommunikationserlebnis Stadtbahnfahren, dem urbanen Raum, mit dem Weg von der Peripherie ins Zentrum und umgekehrt.

Download Projektkatalog (1,1 mb)

 


 

 

 

 

Transsibirische Eisenbahn Anna Grunemann, Hannover
Und zeitgleich bewegt sich eine Eisenbahn durch das frostige Sibirien... Anna Grunemann verändert das Interieur der Bahn. Auf den ersten Blick erzeugen die Gardinen, Teppichböden und die kleinen Tische mit den Blumenvasen ein Wohlfühlambiente in der ansonsten nach Funktionalitätskriterien gestalteten Bahn.

Die Gestaltung jedoch orientiert sich am Interieur der transsibirischen Eisenbahn: ein Spiel mit Simultanität und Synchronizität, mit Raum und Zeit beginnt. 5200 km in acht Tagen zwischen Moskau und Irutsk, 8 km in 20 Minuten von Ahlem bis zum Aegi...


 


 

 

Hier im Traum Dagmar Pachtner, Landshut
Magenta. Die Stadtbahn erscheint in neuem Licht. Innen wie Außen. Dagmar Pachtner verwandelt den Raum mit minimalen Mitteln. Die Fensterscheiben und Lichtbänder der Stadtbahn werden mit transluzenter, magentafarbener Folie beklebt und alles erscheint in neuem Licht: die Fahrgäste, der Innenraum der Stadtbahn und der gerade passierte urbane Raum.


Wahrnehmung verändert sich, am Tage wie in den Abendstunden, eine Fahrt mit einer rosaroten Brille beginnt...


 


 

 

Der Wortwechsel Hannah Streefkerk, Groningen
Stadtbahngespräche. Hannah Streefkerk hat, wie viele Menschen in der Stadtbahn, zugehört. Die Künstlerin hat Fragmente aus Stadtbahngespächen ihrer Flüchtigkeit entrissen, aufgenommen, dokumentiert und wieder in die Bahn gebracht: aufgeklebt auf den Fensterscheiben.

Die so präsentierten Gesprächsfragmente irritieren, werden von den Fahrgästen ergänzt und zusammengefügt, neue Räume für neue Gespräche eröffnen sich...


 


 

 

warm wet-fish handshake Jürgen Witte, Bremen
...handschuhähnliche Objekte. Der Jahreszeit entsprechend gefüttert, so lautet die lakonische Projektumschreibung des Künstlers. Jürgen Witte bietet Wärme an: ein Großteil der Haltegriffe in den Bahnen wird um gefütterte Lederhandschuhe ergänzt.

Ein warmer schlaffer Händedruck: Die Arbeit spielt mit dem Spannungsfeld von Öffentlichkeit und Privatheit, Intimität und Distanz, mit dem Phänomen Berührung und der Angst davor....


 


 

 

Informationen und Aktionen Projektsalon
zugvögel - film
public traffic stories - uli peter liest
nahverkehrsmusik im 10er takt - mit wolff und mica an den plattentellern
anleitung zum glücklichsein - ein lehrfilm
stammtisch der straßenbahnfahrer
anton bokaj: über haltestellen (worte und bilder)
aussteigenparty