dark. Ein internationales Kunstprojekt mit Künstlern aus Frankreich (Clermont-Ferrand), der Türkei (Istanbul, Izmir) und Deutschland (Kiel, Hildesheim und Hannover).

Das ehemaligen Continental-Reifenwerk in Hannover. Ein klassisches Beispiel für die spannenden, transitorischen Orte des Übergangs, die die ungeheure Dynamik der Veränderung von Gesellschaft und Produktionsbedingungen hinterlässt. Ein gigantisches seit 4 Jahren aus dem Verwertungsprozess genommen und dem Verfall preisgegebenes Industrieareal, das demnächst abgerissen werden soll. Interessant und faszinierend, aber im aktuellen Zustand (Altlasten, Sollbruchstellen) zu gefährlich für die Realisation eines Kunstprojektes.

Ein Ensemble aus drei gründerzeitlichen Gebäuden steht unter Denkmalschutz soll erhalten bleiben. Und hier ist auch der Kristallisationspunkt des Projektes: Aus dem industriellen Produktionsprozess genommen, sind die Räume mit Holzplatten an den Fenstern und zugeschweißten Türen gegen den Vandalismus und ungebetene Gäste geschützt und warten auf eine neue Nutzung...

Es entsteht: darkroom. Ein verdunkelter, mystischer Raum zwischen `nicht mehr´ und `noch nicht´.

16 Künstler aus Frankreich, der Türkei und Deutschland arbeiten an 10 sehr intensiven Tagen in diesem Spannungsfeld und artikulieren künstlerische Positionen im Umgang mit der Dunkelheit, dem Stillstand, der Pause, dem `aus der Zeit geworfen sein´.

Und die Besucher, tauchen in diese Zone ein und werden so selber Teil der Inszenierung: Die Zeit zwischen `nicht mehr´ und `noch nicht´ ist: Jetzt. Schön, das du hier bist...